La Reski leidet unter Acqua alta und darunter, dass es in Venedig trotz jahrhundertelanger Tradition an Hochwasser keine schicken Gummistiefel gibt. Zu bunten Kniestrümpfen, die über den Stiefelrand rausgucken oder blümchengemusterten Strickstrümpfen sind sie in München dagegen im Moment schwer angesagt. Keine Ahnung wieso, da die Stadt weder unter Isarüberflutungen noch unter Schlammlawinen zu leiden hat. Es könnte aber sein, dass dies die ersten Anzeichen von Recession-Chic sind, der nun auch bis in die von der BLB-Krise schwer gebeutelten bayerische Landeshauptstadt vordringt. Jeder Laden, der was auf sich hält, hat die wasserdichten Treter im Angebot. In Italien muss das Internet aushelfen. Aber egal ob Venedig oder München – auch in Sachen Gummistiefel bleibt die Frage: Welches Label darf es denn sein?

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Diese beiden Modelle verbieten sich in Zeiten der neuen Bescheidenheit eigentlich von selbst. Das linke ist von Celine und kostet ca. 300 Euro, das rechte von Burberry ca. 500 Euro.
Am anderen Ende der Skala gibt es in diversen Stiefelshops die Chinaware, in bunt gemustert (Pünktchen, Blümchen, Käferchen) oder einfarbig, billig (ab 15 Euro) aber wegen ökologischer und humaner Bedenklichkeiten stehen sie ebenfalls auf der Giftliste.
Bleibt nur die Besinnung auf den Klassiker.

Kate Moss hat 2005 mit ihrem Auftritt beim Glastonbury Festival die Hunter Rubber Boots in stylishen Kreisen salonfähig gemacht. Berühmt waren sie schon vorher. Die Queen stapft in ihren Wellies seit Urzeiten durch ihre Latifundien. Natürlich im Modell Balmoral Classic in einem dezenten Olivgrün mit dem auch Kate Moss auf dem Foto dem Schlamm trotzt. Temperamentvollere Gemüter – wozu auch Frau Reski zählt – könnten deprimierende Regentage mit kräftigeren Farben aufhellen. z.B. Rot, Iris, Fuchsia, Limegreen oder Pink. Da wird so ein Hochwasser doch gleich erträglicher.
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