Dass ich an einem Wochenende zweimal den Spiegel in Sachen Mode zitieren muss (siehe vorhergehenden Post), gleicht einer Kulturrevolution. Offenbar übt sich das Herrenkampfblatt in seiner Rolle als die neue Vogue:

„Ihr Auftritt in Oslo war in Sachen Couture nahezu perfekt: Das schwarze Abendkleid mit türkisfarbenem Bolero-Schal, Ton in Ton mit dem seidenen Abendtäschchen und sogar den Schuhspitzen, wirkte feminin, glamourös und dennoch staatstragend.“

Wo er recht hat, da hat er recht, der Spiegel.

Auch die BU zu dem folgendem Foto folgt streng den Richtlinien eines Gentleman, wie das im deutschen Topjournalismus eben üblich ist:

„Angela Merkel und der norwegische Regierungschef jens Stoltenberg. Die Vorliebe der Kanzlerin für klassische Musik ist bekannt – am Galaabend lauschte sie der Oper „In 80 Tagen um die Welt“ des norwegischen Komponisten Gisle Kverndokk.“

Liebe Angela Merkel, so ein Dekolletée kriegt Carla Bruni nicht hin. Wenn Sie weiter den Franzosen (und der Welt) auf derart unterhaltsame Art und Weise Lektionen in Sachen germanischem Schick erteilen, werde ich es halten, wie meine Freundin B. und sie beim nächsten Mal auch wählen.

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