Eine hübsche Fundsache aus Linda Grants exzellenten Blog „The Thoughtful Dresser“

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Any girl can be glamorous. All you have to do is stand still and look stupid. (Hedy Lamarr)

Hedi Lamarr war mindestens ein so gerissenes Luder wie Paris Hilton. Sie feierte lieber Parties als ihre Hollywoodkarriere voranzutreiben, obwohl sie alle Voraussetzungen erfüllte. Sie war schön (Hollywood vermarktete sie ein Zeit lang als schönste Frau der Welt), begabt, charmant und klug. Linda Grant erzählt in ihrem Post noch einmal die Geschichte von Hedi Lamarrs bahnbrechender Erfindung: einer wichtigen Komponente der Satelliten- und Handytechnik, erfunden in den 40er Jahren und ihrer Zeit weit voraus. Aus dem sehr lesenswerten deutschen Wikipedia-Artikel über die Schauspielerin wird klar, dass sie sich ihr ganzes Leben lang das zu nehmen wusste, was sie wollte und sich von niemand ausbremsen ließ. Erst recht nicht von ihren sechs Ehemännern. Schon die Art und Weise wie sie noch in Österreich ihren ersten – einen steinreichen Macho – ausbootete, verdient jeden Respekt.

„Die schönste Frau der Welt hatte einen Plan. Am Abend würde ihr Gatte sie wie jeden Abend aus dem goldenen Käfig holen und sie mit ein, zwei der kostbaren Juwelen aus seinem Tresor behängen. Aber heute würde der österreichische Faschist Fürst Starhemberg zum Dinner kommen, und ihr Mann Fritz Mandl würde ihm nur zu gern möglichst viele Waffen aus seiner Waffenfabrik verkaufen. Also schlug die schönste Frau der Welt dem Gatten vor, dass er sie heute ausnahmsweise mit allen Juwelen behänge, damit der Chef der Heimwehr beeindruckt und zu einem großen Geschäft ermuntert würde. Ihr Auftritt war eine Sensation. Von den Fingern bis ins Haar – nichts als Kristall, weiß, rot, blau, grün, Smaragde, Rubine, Diamanten, sie musste so viel wie ein Maharadscha gewogen haben. Vor dem Dessert entschuldigte sie sich für einen Moment. Kopfweh. Sie kam nicht zurück. Am Morgen war sie auf einem Schiff nach Übersee, samt den Juwelen, ihrer Schönheit, ihrer Klugheit, ihrem Talent.“

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