Wenn man berücksichtigt, dass dieser Mann hier gerade durch das texanische Hochland läuft, muss man ihm bescheinigen, stylemäßig alles richtig zu machen (na ja, fast alles):  

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Ein braunes Hemd zur schwarzen Baumwollhose mit Bügelfalte hat im Land der Cowboys schon einen eleganten, avantgardistischen Touch. Die landestypischen Stiefel und die Jacke dazu verraten den gestalterischen Willen, auch Tradition und Herkunft gerecht zu werden. Die Farbkombi schwarz/braun ist konsequent durchgezogen. Das ganze Styling erinnert an die texanische Stilikone Johnny Cash, die in der gesamten Männerwelt bis heute von begeisterten Anhängern  gefeiert und kopiert wird. Einzig der sauber glatt geföhnte Pagenkopf weckt im Betrachter ein gewisses Mißtrauen aus. Was hat dieser Mann eigentlich vor?

Am Ende von „No Country für Old Man“ weiß man’s: Prinz Eisenherz läuft Amok.

Was lernen wir daraus? In seiner Frisur zeigt sich der Charakter eines Menschen (und ein brillanter Schauspieler kann das bis in die letzte Haarspitze darstellen).

Übrigens: Wenn er nicht böse spielt, hat Javier Bardem die besten Chancen auf einen Spitzenplatz in der beliebten Liste „Promis, mit denen man sich den GV vorstellen kann“.

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