…und du jetzt auch. Muss das sein?  Als Antwort erzähle ich, dass ich vor knapp einem Jahr ein Gespräch mit einem (von mir geschätzten – und davon gibt es nicht allzu viele) Verlagsleiter hatte, der mich fragte, warum ich eigentlich von der Zeitschrift XY weggegangen sei. „Weil Zeitschriften machen Mannschaftssport ist“, sagte ich. „Wenn man an meinen Ideen nicht interessiert ist, bin ich fehl am Platz. Ich will nicht einfach nur Befehlsempfänger sein.“  Das war nun nicht das, was ein Verlagsleiter gerne hört. „Seit wann wird in Redaktionen Teamarbeit gepflegt?“ fragte er zurück.
Spätestens da merkte ich: Ich muss mir um meine Zukunft Gedanken machen, wenn ich nicht als Contentlieferant enden will.   Neugierde, Spieltrieb, Abenteuerlust, Spaß – alles wenig gefragte Eigenschaften in Redaktionskonferenzen. Mäkeln, lachen, sich begeistern – stört nur die effiziente Themenabfrage.  Seit wann das so ist? Keine Ahnung. Mir ist es sehr spät aufgefallen, aber nach 30 Millionen anderen habe ich immerhin kapiert, dass es da ein neues Medium gibt, dass genau das wieder fordert. Neugierde, Spieltrieb, Abenteuerlust, Spaß. Mit Frau Reski habe ich schon einen hocheleganten Dribbelpartner und wer weiß, vielleicht sammeln wir so nach und nach auch eine richtig tolle Mannschaft zusammen. 

Advertisements